Energiespartipps

Hier erfahren Sie einige Tipps zu Einsparungen bei der Beleuchtung, der Heizung sowie dem Kühlen & Gefrieren.

Beleuchtung

Auch wenn nur ca. 9 % des im Haushalt eingesetzten Stroms für Licht benötigt werden, lohnt es sich, mit der Beleuchtung bewusst umzugehen.

  • Energiesparlampen verbrauchen etwa 80 % weniger Strom als die herkömmlichen Glühlampen und haben eine ca. neunmal höhere Lebensdauer. Verschiedene Leistungsstufen bei Energiesparlampen machen es dem Verbraucher möglich, die handelsüblichen Glühlampen zu ersetzen:
    Energiesparlampen Glühlampe
    7 W 40 W
    11 W 60 W
    15 W 80 W
    20 W 100 W
  • Glühlampen herkömmlicher Art sollten Sie nur da einsetzen, wo Sie wegen kurzer Einschaltzeichen sinnvoll sind (WC, Treppenhäuser, Nebenräume) Ihre Außenbeleuchtung können Sie mit Zeitschaltuhren oder Dämmerungsschaltern versehen.
  • Mehr Sicherheit – weniger Energie! In Außenbereichen wie Garage und Hauseingang kann durch Bewegungsmelder zusätzlich Energie gespart werden. Das Licht geht an, wenn eine Person den kritischen Bereich betritt, und das auch nur für einen Zeitraum von wenigen Minuten.
  • Zu beachten ist allerdings, dass die Lichtausbeute der Energiesparlampen von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Das bedeutet, dass die Außenleuchte im Winter weniger hell leuchtet als im Sommer.
  • Energiesparlampen enthalten kleine Mengen an Quecksilber und müssen daher als Sondermüll entsorgt werden.

Heizung

Den bedeutendsten Anteil am privaten Energiebedarf hat die Raumwärme:

  • Luft ablassen! Wenn es in den Heizkörper gluckert, ist es höchste Zeit ihn zu entlüften, da ein Luftpolster die Zirkulation verhindert. Der Vorgang ist einfach: Ventil oben am Heizkörper öffnen, ein Gefäß darunter halten und warten, bis die Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach Ventil wieder schließen. Luft in der Leitung kann die Kosten um bis zu 15 % erhöhen.
  • Versperren Sie der Wärme nicht den Weg! Nackte Heizkörper sehen zwar nicht unbedingt gut aus, aber dafür kann sich die Wärme ungehindert im Raum ausbreiten. Verkleidungen und lange Vorhänge vor der Heizung, ungünstig platzierte Möbel sowie aufmontierten Stangen zum Wäschetrocknen können bis zu 20 % der Wärme schlucken.
  • Empfohlene Raumtemperaturen:
    Zimmer Temperatur [°C]
    Schlafen 16 – 18
    Bad 20 – 22
    WC 16
    Küche 18
    Treppenhaus 10 – 15
    Flur 10 – 15
    Kinderzimmer 20
    Essen, Wohnen 20
    Arbeitszimmer 18
  • Verheizen Sie Ihr Geld nicht! Gekippte Fenster bringen kaum frische Luft, können aber ihre Heizkostenrechnung immens erhöhen. Deshalb lüften Sie lieber öfter und richtig mit weit geöffneten Fenstern. Die Faustregel fürs richtige Lüften während der kalten Jahreszeit: Zwei Mal täglich, maximal fünf Minuten pro Raum. Je kälter es draußen ist, umso kürzer; da der Luftaustausch rascher vor sich geht. Wichtig: Heizung während des Lüftens abschalten.
  • Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht! Manche mögen es heiß – und wundern sich dann über ihre hohen Heizkosten. Bedenken Sie: Pro Grad Raumtemperatur müssen Sie mit sechs Prozent höheren Heizkosten rechnen.
  • Ein moderner Heizkessel ist der beste Energiesparer! Denn er ist ein guter „Futterverwerter“ und geht mit der kostbaren Energie besonders sparsam um. Ein moderner Niedertemperatur – oder Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus als eine veraltete Heizungsanlage.
  • Lassen Sie die Wärme nicht entweichen! Schließen Sie nachts Ihre Rollläden und die Vorhänge, damit die Wärmeverluste durchs Fenster verringert werden. Dämmen Sie auch Ihre Heizkörpernische und bringen Sie hier eine reflektierende Silberfolie an. Dadurch lassen sich bis zu vier Prozent Heizkosten sparen.
  • Eine moderne Heizungsreglung regelt auch Ihre Heizkosten! Der Einbau einer modernen Heizungsregelung mit automatischer Nachtabsenkung etc. ist teuer, hilft Ihnen aber, viel Geld und Energie zu sparen. Thermostatventile sind auch bei Altanlagen unverzichtbar.
  • Gleichmäßiges Heizen! Lassen Sie Ihre direkten Wohnräume nicht aus kühlen, da das Erwärmen ausgekühlter Räume einen höheren Heizwasserdurchfluss erfordert.

Kühlen & Gefrieren

Die Unterschiede im Stromverbrauch der angebotenen Geräte sind noch sehr groß. Im Extremfall kann ein ungünstiges Gerät dreimal so viel verbrauchen wie ein sparsames Gerät.

  • Eine Gefriertruhe ist sparsamer als ein Gefrierschrank! Kaufen Sie kein zu großes Gerät, denn eine halbleere Gefriertruhe benötigt fast so viel Energie wie eine gut gefüllte! Stellen Sie Ihr Gefriergerät in einem kühlen, gut belüfteten Raum auf.
  • Cool bleiben! Keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank stellen! Die Folge sind verstärkte Eisbildung und damit erhöhter Energiebedarf.
  • Regelmäßig abtauen! Tauen Sie das Gerät ein- bis zweimal pro Jahr ab. Die sonst entstehende Vereisung erhöht den Energieverbrauch beträchtlich, dabei sollte eine Vereisung von mehr als zwei Millimeter möglichst vermieden werden.
  • Richtige Größe des Kühlschrankes!
    Richtwert: 60 Liter Nutzinhalt pro Person
    Ausnahme: 100 – 120 Liter für 1-Personen-Haushalt
  • Richtige Größe des Gefriergerätes!
    Richtwert: 50 – 80 Liter
    Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit geringer Vorratshaltung (Stadthaushalte mit kurzem Einkaufsweg)
    Ausnahme: 100 – 130 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit ausgeprägter Vorratshaltung (eigener Garten, Direktkauf beim Bauern)
  • Herd und Kühlschrank sind keine guten Nachbarn! Stellen Sie das Gefriergerät in einen kühlen Raum. Eine schon um 1 °C niedrigere Umgebungstemperatur senkt den Verbrauch um ca. vier Prozent.
  • Zuviel Kälte schluckt unnötig Strom! Die optimale Temperatur, um Lebensmittel im Kühlschrank frisch zu halten, beträgt +7 °C, im Gefriergerät reicht eine Temperatur von -18 °C.
  • Gummidichtungen! Sie sollten die Gummidichtungen am Türrahmen Ihrer Kühlgeräte immer sauber halten und falls sie porös geworden sind, austauschen, damit nicht unnötig Kälte entweicht.
  • Bei Kühl- oder Gefriergeräten gibt es eine neue Kennzeichnung! Die sparsamsten Geräte tragen innerhalb der Energieeffizienzklasse A, in der es die Klassen A, A+ und A++ gibt, das Label A++.
    Mit diesem Label werden Spitzengeräte mit dem geringsten Stromverbrauch ausgezeichnet. Bis zu 30 % mehr Strom als die Spitzenprodukte, verbrauchen Geräte mit dem Kennzeichen A.
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